Fliesenwelt Pistauer in Königsbrunn. 300 m² Fliesenausstellung.

Fliesen


Fliesen sind künstlich hergestellte keramische Platten, die als Wand- und Bodenbeläge verwendet werden.


Der Rohstoff für gebrannte Fliesen ist Ton. Teilweise wird auch Porzellanerde als Bindemittel zugefügt. In den Ton kommen weitere mineralische Zusatzstoffe wie Kalzit, Feldspat, Schamottemehl, Dolomit, Quarz, Sand oder fein gemahlenes Glas.

Die Rohmasse wird entweder als Trockenpressmasse zu keramischen Fliesen (Feinkeramik) oder als plastische Masse mit höherem Wassergehalt in Strängen gepresst und anschließend zu Spalt- oder Bodenklinkerplatten (Grobkeramik) geschnitten. Anschließend werden die Rohlinge getrocknet, teilweise glasiert und gebrannt.

Beim Brennen mit Temperaturen von 900 bis 1200 Grad Celsius bekommen die Rohlinge ihre endgültigen Eigenschaften und Gütemerkmale. Für eine farbige Glasur werden Metalloxide mit eingebrannt.

Fliesen werden im Wesentlichen nach ihrer Wasseraufnahmefähigkeit und der Beständigkeit ihrer Oberfläche gegenüber Abrieb (Abriebfestigkeit) klassifiziert. Ferner wird die Fliese auch über die Rutschhemmung ihrer Oberfläche bei Feuchtigkeit in Kategorien eingeordnet.
Fliesen, die diese und viele weitere anspruchsvollen Qualitätsprüfungen bestehen, kommen als Fliesen erster Wahl in den Handel. Sollte nur eine der vielen Qualitätsanforderungen nicht erfüllt worden sein, werden die Fliesen als sogenannte zweite Wahl vertrieben.

Zusätzlich unterscheidet man in

  • Steingut (glasiert und auf der Oberfläche gefärbt) und
  • Feinsteinzeug (unglasiert und  vollständig durchgesintert und -gefärbt) sowie in
  • Frostbeständigkeit (für die Verwendung im Außenbereich).

Ausschlaggebend für die Frostbeständigkeit ist das Wasseraufnahmevermögen.